Bildung von Wortfamilien

Die Suche durch Wortfamilien ist eine eigene Funktion des Textanalysesystems DBT 2000, die es ermöglicht, die Textdatenbank nach dem Zusammentreffen mehrerer Worteinheiten oder Wortgruppen in einem Kontext abzufragen.
Dabei können die logischen Terme AND und OR frei eingesetzt werden, um mehrgliedrige Suchfragen zu formulieren. Es können bis zu fünf Wortfamilien in sogenannte Zellen gespeichert werden. Die Wortfamilien stehen in AND-Verbindung zueinander (d.h. die Suche betrifft ihr Zusammentreffen in einem gleichen Kontext); der Umfang des Kontextes (d.h. der Abstand zwischen den Elemente der verschiedenen Wortfamilien) ist ein frei bestimmbarer Suchparameter. Die Wortfamilien können aus mehreren Ausdrücken (Wortformen, Lemmata oder Wortgruppen) gebildet werden, die untereinander in OR-Verbindung stehen. Jeder Ausdruck, der aus einem Worteinheit oder einer Wortgruppe besteht, kann nach einer der folgenden vier Typologien formuliert werden:

  • Wortform(en), auch unter Benutzung von Platzhaltern, wobei die Zugehörigkeit zu verschiedenen Lemmata möglich ist;

  • Lemma(ta), auch unter Benutzung von Platzhaltern, wobei alle Beugungsformen der lexikalischen Einheit(en) bei der Suche berücksichtigt werden;

  • Wortformengruppe, gebildet durch die analytische Suchfunktion;

  • Lemmagruppe, gebildet durch die analytische Suchfunktion.

Die Bildung von Wortfamilien und die Suchfunktion von zusammentreffenden Kontexten erfolgen durch drei verschiedene Fenster.

Fenster 1

Im ersten Fenster werden die Elemente eines jeden Wortfamiliengliedes definiert. Das Menü Element der Wortfamilie stellt die verschiedenen Elemententypen zur Wahl (entweder Wortform, Lemma oder einen analytischen Ausdruck). Bei Wortformen oder Lemmata tippt man die Zeichenkette (unter eventuellem Gebrauch von Platzhaltern) direkt in die Eingebezeile ein. Wenn man die Suche durch Anwendung von Filtern (Korrespondenten, Morpho- und Typokoden) bereits verfeinern will, werden das Wortfamilienelement und die relativen Filterkoden durch die Eingebemaske der Analytischen Suche definiert, welche automatisch beim Anklicken der analytischen Wortfamilienbildung ausgegeben wird.

Fenster 2

Durch Anklicken des Knopfes Eingaben bestätigen öffnet sich das zweite Fenster. In der mittleren Zelle werden alle Elemente des Wortfamiliengliedes (die in OR-Verbindung zueinander stehen) vorübergehend gespeichert. Der Knopf Eingeben bringt wieder zum ersten Fenster zurück, um ein neues Element zu definieren.
Durch Anklicken eines Elementes in der Speicherzelle kann man es entweder tilgen oder verändern. Wenn alle Elemente des Wortfamiliengliedes definiert sind, kann man sie durch den Knopf Zelle bestätigen in das dritte Fenster versetzen, wo die Glieder der Wortfamilien in Zellen gespeichert werden.

Fenster 3

Durch Anklicken der Ordnungszahl der Zellen am rechten Rand kann man die Wortfamilienglieder editieren und neue Glieder definieren.
Der Knopf OK startet die Suche der zusammentreffenden Kontexte. Der Knopf Löschen endet das Programm der Familiensuche.
Der max. Abstand zwischen den zusammentreffenden Wortfamiliengliedern ist auf 10 Textelemente (alphanumerische Elemente, Satzzeichen, Absätze) eingestellt, kann aber frei verändert werden.
Die Knöpfe Vor und Zurück wählen der Reihe nach die verschiedenen bereits gebildeten Wortfamilien.
Der Knopf Neue Wortfamilie löscht die aktive Wortfamilie und gibt das Fenster frei für die Definition einer neuen Wortfamilie durch Anklicken der Zelle 1.